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Immobilienpreise rannten bis in den 88. Stock, um aus dem Fenster zu springen

Hong Kong (ChinaStockMarketResearch.com) - Die Immobilienpreise hielten sich in Hong Kong bis zum ersten und zweiten Quartal noch recht stabil. Im Gegensatz zu China, wo diese schon im Juli 2007 aus dem Fenster gesprungen sind. Nach einem langen Treppenanstieg von über 5 Jahren kam es mit der Finanzkrise zu einem jähen Ende des Immobilienmarktes in Hong Kong.

Im letzten Jahr war der Aktienmarkt noch durch das Gerücht der „Money through Train“ angetrieben worden, was soviel hieß, dass Festlandchinesen direkt in Hong Kong investieren dürften. Dies stellte sich später als ein „Gerücht“ heraus. Zu diesem Zeitpunkt haben viele Hong Kongnesen Ihre Aktiengewinne in verteuerte Immobilien investiert. Der Markt lebte noch und Wertsteigerungen von 20% pro Monat waren keine Seltenheit.

Der Aktienmarkt erholte sich bekanntlich nicht und steht derzeit nahe den Tiefständen. Den Menschen auf dem ländlich begrenzten Hong Kong fehlt das Geld. In den letzten Jahren war es noch ein Vorteil, dass Hong Kong klein ist. Der Bauplatz ist stark begrenzt, was die Immobilienpreise zu den teuersten der Welt mit Tokio anwachsen lies.

Die Umsätze bei den Immobilienmaklern sind um 98% eingebrochen. Eine kleiner Immobilienmakler konnte vor 2-3 Monaten umgerechnet 30-40.000 EUR verdienen pro Monat. Im letzten Monat waren dies noch ca. 4.000 EUR. (Quelle: Midland Realty)

Für viele geht es jetzt ans eingemachte, das Leben in Hong Kong ist nicht günstig. Die Kinder gehen meist auf privat Schulen oder studieren im Ausland. Dies kostet.

Derzeit unterbieten sich die Immobilienmakler mit großen Rabatten. Laut den Aussagen von Midland Realty sollen sich die Immobilienpreise um 20-30% bis Juli nächsten Jahres verringern.

Mehr als 5.000 Immobilienmakler haben schon Ihre Jobs aufgeben müssen.

Der letzte große Immobilienmarkteinbruch war während der SARS Epidemie, der große Unterschied zu heute ist nur, dass es damals lediglich ein Hong Kong Problem war. Diesmal ist die ganze Welt betroffen.

Nach der SARS Zeit erlebte Hong Kong einen richtigen Boom. Viele Ausländer kamen in die Stadt. Speziell gut bezahlte Investmentbanker, die sich gegenseitig bei den Häuserkäufen überboten. Die Immobilien verdrei- und vervierfachten sich nicht selten.

Die Immobilienpreise in Hong Kong sind gerade erst aus dem Fensters vom 88. Stockwerk abgesprungen. Dennoch ist Hong Kongs Immobilienmarkt aufgrund des limitierten Platzes nicht so gefährdet, wie in den USA.

Quelle: ChinaStockMarketResearch.com
Autor: RR

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