NACHRICHTEN AUS CHINA & ASIEN

China Z-Visa Beantragung; „Guide for Dummies“; Teil 1 - Vorgeschichte

Shenzhen (ChinaStockMarketResearch.com) – Die folgende Geschichte wurde mir von einem „Freund“ übermittelt und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist diese nie und nimmer so passiert. Um es für mich einfacher zu machen schreibe ich die unwahre Geschichte in der Ich Form.

An sich gab es bis vor den Olympischen Spielen und der Wirtschaftskrise überhaupt kein Problem ein 12 oder 6 Monats „Multiple Entry Visa“ zu erhalten. Man ging alle 6 Monate nach Hong Kong, was von meiner Haustür gerade einmal 90 Minuten entfernt ist, übernachtete eine Nacht in Hong Kong (HK), man hatte ein wenig Spass in den berühmten Vierteln Hong Kongs und am nächsten Tag war das neue Visa fertig. Das reine Visa hatte ca. 80 EUR gekostet. Die Nebenkosten für „Lang Kwai Fong“ und „Wan Chai“ betrugen für eine Nacht ein Vielfaches von dem. Damals war noch alles einfach und unbürokratisch.

Vor den Olympischen Spielen im März/April wurde von heute auf morgen das 6 Monats Multiple Entry Visa abgeschafft. Es hieß, nach den Olympischen Spielen ist wieder alles beim alten. Zum Glück hatte ich gerade erst ein neues Visa erhalten und hatte von Februar an noch 6 Monate Visa. Nicht so wie viele andere Ausländer. Die neue Regel besagte, dass man nur noch zwei Eingänge mit je 30 Tagen Aufenthalt in China bekommen würde. Das machte die wöchentlichen Geschäftsausflüge auf die Pferderennbahn, in die Casinos in Macao und nach Wan Chai erheblich schwerer. Für alle hieß es nun, nur alle 30 Tage einmal raus, eine Nacht in HK bleiben, neues teurere Visa beantragen (knapp 90 EUR für 2 Mal 30 Tage) und dann wieder zurück.

Meine Freunde in Hong Kong hatten schon den Spruch drauf, dass ich nur alle 30 Tage aus meinem Gefängnis zum Besuch nach HK raus durfte. Das fand ich selbstverständlich auch sehr amüsant.

Selbst für das eingeschränkte 2 Entry Visa wurden während den Olympischen Spielen die Anforderungen für die Visa Genehmigung deutlich nach oben geschraubt. Einfach nur Pass abgegeben reichte nicht mehr. Man benötigte eine Hotelbuchung, ein- und ausreise Tickets für die Fähre von Hong Kong nach Shekou in Shenzhen, China und eine Einladung. Das war natürlich zu viel des Guten.

Allerdings muss man in diesem Fall die Geschäftstüchtigkeit der Hong Kongnesen loben. Es dauerte nicht lange, da haben sich die richtigen Visa Agenturen bekannt gemacht und für zusätzliche 100 HKD (ca. 10 EUR) wurde einem diese lästige Arbeit abgenommen. Die Agentur weiß schließlich besser, wie man das ganze zusammenbastelt.

Mit dem Ende der Olympischen Spiele sollte es wieder in den Normalzustand übergehen, wie es vor März/April war. Erst hieß es Anfang Oktober, aber nichts geschah. Es wurden lediglich die weiteren Anforderungen für das 2 Entry Visa abgeschafft. Man hat also 10 EUR gespart, was zwei Paulaner in Lang Kwai Fong entspricht.

Mein Visa lief noch bis zum August, aber nun war ich auch in diesen Trubel hineingeraten.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie ich meine Arbeitserlaubnis in China erhalten habe.

Autor: RR
Quelle: Link um Artikel auf CSMR

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